Titre
Der Russisch-Japanische Krieg Band I Nebst einer beschreibung von Japan Korea Russisch-Asien u. einer geschichte dieser lander, von dr. H. Doring. Mit zahlreichen text-illustrationen, kunstbeilagen und einer mehrfarbigen karte des kriegsschaup...
Auteur
Reventlow, Graf E. zu (Ernst Graf zu Reventlow)
Langue
Allemand
Éditeur
Berlin : Schöneberg, Internationaler Welt-Verlag, 1905
Prix
€ 30,00
Détails
Gebonden, linnen band, in goede staat. Zonder inscripties e.d. Gebruikelijke vergeling.
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Kaartje achterin is goed bewaard gebleven.
Der Russisch-Japanische Krieg begann im Februar 1904 mit dem Angriff des Japanischen Kaiserreichs auf den Hafen von Port Arthur und endete nach einer Reihe verlustreicher Schlachten im Sommer 1905 mit der Niederlage des Russischen Kaiserreichs. Der unter US-amerikanischer Vermittlung ausgehandelte Friedensvertrag von Portsmouth vom 5. September 1905 besiegelte den ersten bedeutsamen Sieg einer asiatischen über eine europäische Großmacht in der Moderne.
Ursachen und Vorgeschichte
„Der Russisch-Japanische Krieg war nicht nur der unglücklichste unter den unglücklichen Kriegen, er war auch der überflüssigste, in den Russland jemals geraten war.“
– Sergej Juljewitsch Witte (1911)
Witte beschuldigt darin den damaligen Innenminister Wjatscheslaw von Plehwe, treibende Kraft des Krieges gewesen zu sein, um von innenpolitischen Problemen abzulenken. Witte zitiert eine Unterhaltung mit Kriegsminister Kuropatkin, in dem folgende Aussage überliefert wurde
„Alexei Nikolajewitsch, Sie kennen die innere Situation in Russland nicht. Um die Revolution abzuwenden, brauchen wir einen kleinen, siegreichen Krieg“
– Wjatscheslaw von Plehwe (1904)
Kriegsgrund war die Rivalität beider Reiche um Einfluss in der Mandschurei und Korea.
Japan befand sich seit der Mitte des 19. Jahrhunderts in einer Phase des Umbruchs, nachdem 1854 die „Schwarzen Schiffe“ der USA eine Öffnung der Häfen erzwungen hatten. Das zuvor isolierte Land modernisierte sich im Zuge der Meiji-Restauration und näherte sich westlichen Sitten an. Japans Expansionsbestrebungen richteten sich zunächst auf das Nachbarland Korea, damals ein Vasallenstaat Chinas, an dem Japan bereits seit dem Ende des 16. Jahrhunderts Interesse hatte. Im Januar 1876 entsandte Japan drei Kanonenboote nach Seoul und erzwang auf diesem Weg ein Handelsabkommen und die Aufnahme diplomatischer Beziehungen.
Dies führte zum Konflikt mit der chinesischen Regierung in Peking und 1894 zum Ersten Japanisch-Chinesischen Krieg, in dem China unterlag. Bei den Friedensverhandlungen in Shimonoseki verlangte Japan die Abtretung der Liaodong-Halbinsel und des Hafens von Port Arthur, was im Vertrag von Shimonoseki festgeschrieben wurde. Da das den russischen Expansionsbestrebungen in China zuwiderlief, erzwang Russland mit der Unterstützung des Deutschen Reichs und Frankreichs kurz darauf mit der Intervention von Shimonoseki die Räumung der Liaodong-Halbinsel. Der Konflikt zwischen Japan und Russland erhielt weitere Brisanz durch den 1891 begonnenen Bau der Transsibirischen Eisenbahn, die Russland den schnellen Transport großer Truppenkontingente in den Fernen Osten ermöglichen würde. In einem Abkommen 1896 gestattete China den Bau der Bahn durch die Mandschurei, während Russland China Rückendeckung für den Fall eines japanischen Angriffs zusicherte.
Am 4. Dezember 1897 besetzte Russland im Rahmen seiner Ostasienpolitik den Hafen von Port Arthur am Gelben Meer und pachtete ihn mitsamt dem südlichen Teil der Liaodong-Halbinsel im März 1898 für 25 Jahre, um dort einen eisfreien Marine-Stützpunkt für seine Pazifikflotte aufzubauen. Zwei Jahre später verstärkte es sein militärisches Engagement in China noch weiter, als es sich weigerte, rund 100.000 zur Niederschlagung des Boxeraufstandes in die Mandschurei entsandte Soldaten wieder abzuziehen.
Korea, das mit der Niederlage Chinas gegen Japan seine einstige Schutzmacht verloren hatte, versuchte, den zunehmenden Einfluss Japans durch eine Annäherung an Russland auszugleichen. Russen gründeten 1897 eine Bank und erwarben eine Holzkonzession am chinesisch-koreanischen Grenzfluss Yalu. Der Aufbau einer nahezu ausschließlich aus russischen Reservisten bestehenden Holzhandelsgesellschaft spitzte den Konflikt weiter zu. 1903 errichtete die russische Armee ein Fort in Yongampo an der Mündung des Grenzflusses. In Japan wurde die Konzentration russischen Einflusses in der Mandschurei, in Port Arthur und in Korea als Bedrohung der japanischen Interessensphäre empfunden. Die japanische Position stärkte eine 1902 abgeschlossene Allianz mit Großbritannien.
Am 13. Januar 1904 forderte der japanische Botschafter in St. Petersburg die Anerkennung der japanischen Vorherrschaft in Korea im Gegenzug für die Erklärung Japans, dass die Mandschurei außerhalb ihres Einflussbereichs liege. Die russische Regierung rechnete nicht mit einem Krieg und ordnete das Verhalten der japanischen Diplomatie als Bluff ein.
Am 4. Februar 1904 beschloss eine vom Tennō geleitete Konferenz den Angriff.
Der Ausbruch des Krieges löste in der Weltöffentlichkeit keine Überraschung aus. Innerhalb der japanischen Presse war die Frage des Krieges gegen Russland rund ein halbes Jahr vor Kriegsausbruch wiederholt öffentlich diskutiert worden. Die russische Regierung hatte zwar durch ihre Gesandten in Tokio Alexander Iswolski und Roman Rosen dahingehende Warnungen erhalten. Der Zar und sein näheres Umfeld waren trotz gegenteiliger Meldungen des Kriegsministers Alexei Kuropatkin der Meinung, die Überlegenheit der russischen Streitkräfte würde Japan von einem Angriff abschrecken.
Am 6. Februar 1904 zog Tokio seinen Botschafter Kurino Shinichirō aus St. Petersburg ab und evakuierte die japanischen Staatsbürger aus Port Arthur. Am selben Tag erreichte der Angriffsbefehl die Flotte. Die Kriegserklärung Japans erfolgte erst am 10. Februar 1904, nach dem Beginn der Kampfhandlungen in der Vornacht durch die japanische Marine.
(Wikipedia)
Der Russisch-Japanische Krieg begann im Februar 1904 mit dem Angriff des Japanischen Kaiserreichs auf den Hafen von Port Arthur und endete nach einer Reihe verlustreicher Schlachten im Sommer 1905 mit der Niederlage des Russischen Kaiserreichs. Der unter US-amerikanischer Vermittlung ausgehandelte Friedensvertrag von Portsmouth vom 5. September 1905 besiegelte den ersten bedeutsamen Sieg einer asiatischen über eine europäische Großmacht in der Moderne.
Ursachen und Vorgeschichte
„Der Russisch-Japanische Krieg war nicht nur der unglücklichste unter den unglücklichen Kriegen, er war auch der überflüssigste, in den Russland jemals geraten war.“
– Sergej Juljewitsch Witte (1911)
Witte beschuldigt darin den damaligen Innenminister Wjatscheslaw von Plehwe, treibende Kraft des Krieges gewesen zu sein, um von innenpolitischen Problemen abzulenken. Witte zitiert eine Unterhaltung mit Kriegsminister Kuropatkin, in dem folgende Aussage überliefert wurde
„Alexei Nikolajewitsch, Sie kennen die innere Situation in Russland nicht. Um die Revolution abzuwenden, brauchen wir einen kleinen, siegreichen Krieg“
– Wjatscheslaw von Plehwe (1904)
Kriegsgrund war die Rivalität beider Reiche um Einfluss in der Mandschurei und Korea.
Japan befand sich seit der Mitte des 19. Jahrhunderts in einer Phase des Umbruchs, nachdem 1854 die „Schwarzen Schiffe“ der USA eine Öffnung der Häfen erzwungen hatten. Das zuvor isolierte Land modernisierte sich im Zuge der Meiji-Restauration und näherte sich westlichen Sitten an. Japans Expansionsbestrebungen richteten sich zunächst auf das Nachbarland Korea, damals ein Vasallenstaat Chinas, an dem Japan bereits seit dem Ende des 16. Jahrhunderts Interesse hatte. Im Januar 1876 entsandte Japan drei Kanonenboote nach Seoul und erzwang auf diesem Weg ein Handelsabkommen und die Aufnahme diplomatischer Beziehungen.
Dies führte zum Konflikt mit der chinesischen Regierung in Peking und 1894 zum Ersten Japanisch-Chinesischen Krieg, in dem China unterlag. Bei den Friedensverhandlungen in Shimonoseki verlangte Japan die Abtretung der Liaodong-Halbinsel und des Hafens von Port Arthur, was im Vertrag von Shimonoseki festgeschrieben wurde. Da das den russischen Expansionsbestrebungen in China zuwiderlief, erzwang Russland mit der Unterstützung des Deutschen Reichs und Frankreichs kurz darauf mit der Intervention von Shimonoseki die Räumung der Liaodong-Halbinsel. Der Konflikt zwischen Japan und Russland erhielt weitere Brisanz durch den 1891 begonnenen Bau der Transsibirischen Eisenbahn, die Russland den schnellen Transport großer Truppenkontingente in den Fernen Osten ermöglichen würde. In einem Abkommen 1896 gestattete China den Bau der Bahn durch die Mandschurei, während Russland China Rückendeckung für den Fall eines japanischen Angriffs zusicherte.
Am 4. Dezember 1897 besetzte Russland im Rahmen seiner Ostasienpolitik den Hafen von Port Arthur am Gelben Meer und pachtete ihn mitsamt dem südlichen Teil der Liaodong-Halbinsel im März 1898 für 25 Jahre, um dort einen eisfreien Marine-Stützpunkt für seine Pazifikflotte aufzubauen. Zwei Jahre später verstärkte es sein militärisches Engagement in China noch weiter, als es sich weigerte, rund 100.000 zur Niederschlagung des Boxeraufstandes in die Mandschurei entsandte Soldaten wieder abzuziehen.
Korea, das mit der Niederlage Chinas gegen Japan seine einstige Schutzmacht verloren hatte, versuchte, den zunehmenden Einfluss Japans durch eine Annäherung an Russland auszugleichen. Russen gründeten 1897 eine Bank und erwarben eine Holzkonzession am chinesisch-koreanischen Grenzfluss Yalu. Der Aufbau einer nahezu ausschließlich aus russischen Reservisten bestehenden Holzhandelsgesellschaft spitzte den Konflikt weiter zu. 1903 errichtete die russische Armee ein Fort in Yongampo an der Mündung des Grenzflusses. In Japan wurde die Konzentration russischen Einflusses in der Mandschurei, in Port Arthur und in Korea als Bedrohung der japanischen Interessensphäre empfunden. Die japanische Position stärkte eine 1902 abgeschlossene Allianz mit Großbritannien.
Am 13. Januar 1904 forderte der japanische Botschafter in St. Petersburg die Anerkennung der japanischen Vorherrschaft in Korea im Gegenzug für die Erklärung Japans, dass die Mandschurei außerhalb ihres Einflussbereichs liege. Die russische Regierung rechnete nicht mit einem Krieg und ordnete das Verhalten der japanischen Diplomatie als Bluff ein.
Am 4. Februar 1904 beschloss eine vom Tennō geleitete Konferenz den Angriff.
Der Ausbruch des Krieges löste in der Weltöffentlichkeit keine Überraschung aus. Innerhalb der japanischen Presse war die Frage des Krieges gegen Russland rund ein halbes Jahr vor Kriegsausbruch wiederholt öffentlich diskutiert worden. Die russische Regierung hatte zwar durch ihre Gesandten in Tokio Alexander Iswolski und Roman Rosen dahingehende Warnungen erhalten. Der Zar und sein näheres Umfeld waren trotz gegenteiliger Meldungen des Kriegsministers Alexei Kuropatkin der Meinung, die Überlegenheit der russischen Streitkräfte würde Japan von einem Angriff abschrecken.
Am 6. Februar 1904 zog Tokio seinen Botschafter Kurino Shinichirō aus St. Petersburg ab und evakuierte die japanischen Staatsbürger aus Port Arthur. Am selben Tag erreichte der Angriffsbefehl die Flotte. Die Kriegserklärung Japans erfolgte erst am 10. Februar 1904, nach dem Beginn der Kampfhandlungen in der Vornacht durch die japanische Marine.
(Wikipedia)
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