Titre
Der Brand - Deutschland im Bombenkrieg 1940-1945
Auteur
Friedrich, Jörg
Langue
Allemand
ISBN
9783549071656
Éditeur
Propyläen Verlag, 2002
Prix
€ 6,00
Détails
Gebonden, met stofomslag, 592 pp. In uitstekende staat
Plus d'informations
ISBN 3549071655
Jörg Friedrich (* 17. August 1944 in Kitzbühel) ist ein deutscher Publizist und Verfasser von Sachbüchern über historische Themen. Seine Arbeitsschwerpunkte liegen auf der Zeit des Nationalsozialismus und des Zweiten Weltkriegs und ihrer Aufarbeitung in der Nachkriegszeit. Er hat außerdem in zahlreichen Medienpublikationen das Thema Staats- und Regierungskriminalität behandelt.
Friedrich wurde in Kitzbühel geboren, wuchs in Essen auf und wurde nach dem Abitur zunächst Schauspieler. Außerdem war er Drehbuchautor und Regieassistent bei Helmut Käutner. Später arbeitete er vor allem für den Rundfunk. Politisch engagierte sich Friedrich während der APO-Zeit in der trotzkistischen Gruppe Internationale Marxisten, deren Organisation in West-Berlin er auch leitete.
Erstmals bekannt wurde Jörg Friedrich mit den Büchern Freispruch für die Nazi-Justiz und Die Kalte Amnestie, die die misslungene Entnazifizierung der juristischen Eliten in Deutschland beleuchteten und die strafrechtliche Verfolgung nationalsozialistischer Verbrechen in der Bundesrepublik (etwa im Majdanek-Prozess) als mangelhaft kritisierten. Zuvor hatte er im Verlag Olle & Wolter an der deutschen Erstausgabe von Raul Hilbergs Die Vernichtung der europäischen Juden mitgearbeitet und mehrere Rundfunksendungen über und mit Hilberg gemacht.
„Das Gesetz des Krieges“
1993 erschien Friedrichs Buch Das Gesetz des Krieges, in dem er sich anhand der Prozessakten des Verfahrens gegen das Oberkommando der Wehrmacht mit der Verantwortung der deutschen Wehrmacht während des Deutsch-Sowjetischen Kriegs auseinandersetzt. Er zeigt darin, dass die Führung der Wehrmacht über die Massenmorde an Juden in der Sowjetunion sowohl informiert als auch in vielfältiger Weise daran beteiligt war, und zwar nicht nur wegen der Feigheit oder ideologischen Verblendung einzelner Generäle, sondern systematisch, via „Befehlskette“: Die Einsatzgruppen der Sicherheitspolizei und des SD waren der Wehrmacht logistisch angeschlossen und erstatteten ihr routinemäßig Bericht über ihre Tätigkeit. Dabei geht es Friedrich jedoch weniger um den Nachweis als solchen, sondern um die Frage, warum die Wehrmachtsführung diese Morde geduldet und unterstützt hat und warum Generäle, die als Nazi-Hasser bekannt waren, sich in diesem Punkt nicht besser verhielten als jene, die bekennende Nazis waren. Seine Antwort lautet: Es stimme nicht, dass die Militärs vor lauter Rassenwahn den militärischen Nutzen hintangestellt hätten, sondern sie fanden den Judenmord nützlich – jenseits ihrer persönlichen Ideologie. Friedrichs Reflexionen über Genese und Motivation von Kriegsverbrechen weisen dabei über die Wehrmacht und auch über den Zweiten Weltkrieg hinaus und zeigen unter anderem auch die grundsätzlichen Dilemmata auf, an denen Versuche kranken, den Krieg dem Recht zu unterwerfen. Das Werk wurde in Rezensionen für inhaltliche Ungenauigkeiten, methodische Schwächen sowie sprachliche und gedankliche Eigenheiten kritisiert. Für dieses Buch erhielt Friedrich das Ehrendoktorat an der Universität von Amsterdam sowie den Jahrespreis 1995 der Genozid-Stiftung PIOOM an der Universität Leiden zur Erforschung des Völkermordes.
„Der Brand“ und „Brandstätten“
Sein folgendes Buch Der Brand. Deutschland im Bombenkrieg 1940–1945, erschienen 2002 im Münchener Propyläen Verlag, thematisierte den alliierten Bombenkrieg gegen Deutschland. Nach Friedrichs Meinung waren die Bombenangriffe auf deutsche Städte spätestens seit dem Jahr 1944 ohne einen militärischen Sinn. Sie seien in erster Linie einer menschenverachtenden Militärdoktrin gefolgt. Im Oktober 2003 erschien von ihm der Bildband Brandstätten. Der Anblick des Bombenkriegs.
Das Erscheinen von Der Brand löste eine umfangreiche Debatte aus. Darin wurde Jörg Friedrich unter anderem vorgeworfen, er betrachte die Bombenangriffe der Alliierten nicht im Zusammenhang des von Deutschland begonnenen Krieges. Er beschreibe zwar die Details der Bombenangriffe sehr griffig und könne komplizierte technische Aspekte etwa der Zielauswahl oder Zielfindung prägnant und anschaulich schildern. Manches aber gerate ihm überspitzt und salopp, worunter die Zuverlässigkeit leide. So enthalte das Buch auch Irrtümer und Unklarheiten. Zudem würden die dem Bombenkrieg zugrunde liegenden Überlegungen nicht analysiert, die bei den Amerikanern und anfangs auch bei den Engländern keineswegs primär auf das Töten von Zivilisten gerichtet gewesen seien.
Weiter wird ihm vorgeworfen, sein Wissen aus anderen Publikationen entnommen zu haben, ohne sie auszuweisen und zu zitieren. Insbesondere stelle er die Luftangriffe auf Deutschland sprachlich auf dieselbe Stufe wie den Holocaust. Dan Diner ordnet das Buch in „eine Tendenz der Enthistorisierung zugunsten einer Anthropologisierung von Leid“ ein, so dass die Ursachen, die zum Leid erst führten, verdrängt würden. Hans-Ulrich Wehler spricht vom „Drang zur schließlich ermüdenden Wiederholung“, von „Unsicherheit des historischen Urteils“, von „bedenkenlose[r] Neigung zur Emotionalisierung“ und „undisziplinierter Sprache“.(Wikipedia)
Jörg Friedrich (* 17. August 1944 in Kitzbühel) ist ein deutscher Publizist und Verfasser von Sachbüchern über historische Themen. Seine Arbeitsschwerpunkte liegen auf der Zeit des Nationalsozialismus und des Zweiten Weltkriegs und ihrer Aufarbeitung in der Nachkriegszeit. Er hat außerdem in zahlreichen Medienpublikationen das Thema Staats- und Regierungskriminalität behandelt.
Friedrich wurde in Kitzbühel geboren, wuchs in Essen auf und wurde nach dem Abitur zunächst Schauspieler. Außerdem war er Drehbuchautor und Regieassistent bei Helmut Käutner. Später arbeitete er vor allem für den Rundfunk. Politisch engagierte sich Friedrich während der APO-Zeit in der trotzkistischen Gruppe Internationale Marxisten, deren Organisation in West-Berlin er auch leitete.
Erstmals bekannt wurde Jörg Friedrich mit den Büchern Freispruch für die Nazi-Justiz und Die Kalte Amnestie, die die misslungene Entnazifizierung der juristischen Eliten in Deutschland beleuchteten und die strafrechtliche Verfolgung nationalsozialistischer Verbrechen in der Bundesrepublik (etwa im Majdanek-Prozess) als mangelhaft kritisierten. Zuvor hatte er im Verlag Olle & Wolter an der deutschen Erstausgabe von Raul Hilbergs Die Vernichtung der europäischen Juden mitgearbeitet und mehrere Rundfunksendungen über und mit Hilberg gemacht.
„Das Gesetz des Krieges“
1993 erschien Friedrichs Buch Das Gesetz des Krieges, in dem er sich anhand der Prozessakten des Verfahrens gegen das Oberkommando der Wehrmacht mit der Verantwortung der deutschen Wehrmacht während des Deutsch-Sowjetischen Kriegs auseinandersetzt. Er zeigt darin, dass die Führung der Wehrmacht über die Massenmorde an Juden in der Sowjetunion sowohl informiert als auch in vielfältiger Weise daran beteiligt war, und zwar nicht nur wegen der Feigheit oder ideologischen Verblendung einzelner Generäle, sondern systematisch, via „Befehlskette“: Die Einsatzgruppen der Sicherheitspolizei und des SD waren der Wehrmacht logistisch angeschlossen und erstatteten ihr routinemäßig Bericht über ihre Tätigkeit. Dabei geht es Friedrich jedoch weniger um den Nachweis als solchen, sondern um die Frage, warum die Wehrmachtsführung diese Morde geduldet und unterstützt hat und warum Generäle, die als Nazi-Hasser bekannt waren, sich in diesem Punkt nicht besser verhielten als jene, die bekennende Nazis waren. Seine Antwort lautet: Es stimme nicht, dass die Militärs vor lauter Rassenwahn den militärischen Nutzen hintangestellt hätten, sondern sie fanden den Judenmord nützlich – jenseits ihrer persönlichen Ideologie. Friedrichs Reflexionen über Genese und Motivation von Kriegsverbrechen weisen dabei über die Wehrmacht und auch über den Zweiten Weltkrieg hinaus und zeigen unter anderem auch die grundsätzlichen Dilemmata auf, an denen Versuche kranken, den Krieg dem Recht zu unterwerfen. Das Werk wurde in Rezensionen für inhaltliche Ungenauigkeiten, methodische Schwächen sowie sprachliche und gedankliche Eigenheiten kritisiert. Für dieses Buch erhielt Friedrich das Ehrendoktorat an der Universität von Amsterdam sowie den Jahrespreis 1995 der Genozid-Stiftung PIOOM an der Universität Leiden zur Erforschung des Völkermordes.
„Der Brand“ und „Brandstätten“
Sein folgendes Buch Der Brand. Deutschland im Bombenkrieg 1940–1945, erschienen 2002 im Münchener Propyläen Verlag, thematisierte den alliierten Bombenkrieg gegen Deutschland. Nach Friedrichs Meinung waren die Bombenangriffe auf deutsche Städte spätestens seit dem Jahr 1944 ohne einen militärischen Sinn. Sie seien in erster Linie einer menschenverachtenden Militärdoktrin gefolgt. Im Oktober 2003 erschien von ihm der Bildband Brandstätten. Der Anblick des Bombenkriegs.
Das Erscheinen von Der Brand löste eine umfangreiche Debatte aus. Darin wurde Jörg Friedrich unter anderem vorgeworfen, er betrachte die Bombenangriffe der Alliierten nicht im Zusammenhang des von Deutschland begonnenen Krieges. Er beschreibe zwar die Details der Bombenangriffe sehr griffig und könne komplizierte technische Aspekte etwa der Zielauswahl oder Zielfindung prägnant und anschaulich schildern. Manches aber gerate ihm überspitzt und salopp, worunter die Zuverlässigkeit leide. So enthalte das Buch auch Irrtümer und Unklarheiten. Zudem würden die dem Bombenkrieg zugrunde liegenden Überlegungen nicht analysiert, die bei den Amerikanern und anfangs auch bei den Engländern keineswegs primär auf das Töten von Zivilisten gerichtet gewesen seien.
Weiter wird ihm vorgeworfen, sein Wissen aus anderen Publikationen entnommen zu haben, ohne sie auszuweisen und zu zitieren. Insbesondere stelle er die Luftangriffe auf Deutschland sprachlich auf dieselbe Stufe wie den Holocaust. Dan Diner ordnet das Buch in „eine Tendenz der Enthistorisierung zugunsten einer Anthropologisierung von Leid“ ein, so dass die Ursachen, die zum Leid erst führten, verdrängt würden. Hans-Ulrich Wehler spricht vom „Drang zur schließlich ermüdenden Wiederholung“, von „Unsicherheit des historischen Urteils“, von „bedenkenlose[r] Neigung zur Emotionalisierung“ und „undisziplinierter Sprache“.(Wikipedia)
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Apollonius
Sint Hubert
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