Titre
Über Werden und Wille zur Macht - Nietzsche Interpretationen I
Auteur
Müller-Lauter, Wolfgang
Langue
Allemand
ISBN
9783110134513
Éditeur
Berlin : Walter de Gruyter, 1999
Prix
€ 85,00(Excl. toute livraison)
Détails
Gebonden hardcover, 398 pp. Zeer goed
Plus d'informations
ISBN 3110134519
Wolfgang Müller-Lauter, geboren als Wolfgang Siegfried Müller (* 31. August 1924 in Weimar; † 9. August 2001 in Berlin), war ein deutscher Philosoph. Er hat insbesondere durch seine Nietzsche-Interpretationen Bekanntheit erlangt.
Auf den jungen Müller-Lauter wirkte der durch die Nationalsozialisten propagandistisch genutzte Nietzsche allerdings „abstoßend“. Wichtig für ihn war zuerst Jean-Paul Sartre, und dessen Hauptwerk Das Sein und das Nichts führte ihn zu Heideggers Sein und Zeit, dem er seine Dissertation widmete. Danach wandte er sich der Thematik des Nihilismus zu. Dieses Grundthema durchzieht von da an seine Auseinandersetzung mit so unterschiedlichen Denkern wie Weischedel, Heidegger, Albert Camus und Sartre, Johann Gottlieb Fichte und Friedrich Heinrich Jacobi, Fjodor M. Dostoewskij und Friedrich Nietzsche. Zu den systematisch orientierten Arbeiten zählt insbesondere seine kritische Auseinandersetzung mit Weischedels Aufsatz Philosophische Theologie im Schatten des Nihilismus (1962). Im Sommersemester 1963 beginnt Müller-Lauter seine Untersuchungen zur Frühgeschichte des Nihilismusbegriffs, insbesondere zu Jacobi und Fichte. Schon der Titel seiner Auseinandersetzung mit Weischedel, „Zarathustras Schatten hat lange Beine…“ (1962), weist auf Nietzsche hin. Das Interesse für Nietzsche entsteht also im thematischen Kontext des Nihilismus, wie auch der Titel der im Wintersemester 1962/1963 angekündigten Vorlesung zeigt: „Nietzsche und die Folgen. Zur Problematik des Nihilismus“. 1971 erscheint Müller-Lauters bekanntestes Buch, Nietzsche. Seine Philosophie der Gegensätze und die Gegensätze seiner Philosophie. Beachtet wurde hier vor allem die Heidegger-Kritik. Heidegger sieht in Nietzsche den Vollender der Metaphysik; dessen Versuch, sie zu überwinden, müsse zuletzt scheitern. Bei Müller-Lauter gelangt Nietzsche dagegen weiter, letzten Endes auch über Heidegger hinaus. Noch Heideggers Nietzsche-Lektüre ist – so Müller-Lauter – bestimmt von der Deutung des Willens zur Macht als ursprünglicher Einfachheit und metaphysischer Einheit. Aber der Singular Wille zur Macht täuscht: Müller-Lauter arbeitet gerade „die Vielheit von Willen zur Macht als das nach Nietzsche ‚Letztgegebene“ heraus, eine Vielheit von ‚Quanten‘, „die nicht auf das Eine eines metaphysisch Gründenden zurückgeführt werden dürfen“. Sie sind auch keine Atome oder Monaden, sondern Prozesse, plurale Prozesse. Die ‚Lehre’ vom Willen zur Macht ist also nicht Nietzsches Metaphysik; die ‚Lehre‘ selbst, der zufolge die Willen zur Macht interpretieren, hat perspektivischen, interpretatorischen Charakter. Zusammen mit Mazzino Montinari und mit Heinz Wenzel gründete Müller-Lauter 1972 die Zeitschrift "Nietzsche-Studien. Internationales Jahrbuch für die Nietzsche-Forschung" und die Reihe Monographien und Texte zur Nietzsche-Forschung (beide beim Verlag Walter de Gruyter) und war bis 1996 deren Mitherausgeber. Nach Mazzino Montinaris Tod im Herbst 1986 übernahm er die Mitherausgeberschaft der Kritischen Gesamtausgabe der Werke Friedrich Nietzsches (KGW). Seit 1990 gab er zusammen mit Karl Pestalozzi auch die Supplementa Nietzscheana heraus (ebenfalls beim Verlag Walter de Gruyter).
Wolfgang Müller-Lauter, geboren als Wolfgang Siegfried Müller (* 31. August 1924 in Weimar; † 9. August 2001 in Berlin), war ein deutscher Philosoph. Er hat insbesondere durch seine Nietzsche-Interpretationen Bekanntheit erlangt.
Auf den jungen Müller-Lauter wirkte der durch die Nationalsozialisten propagandistisch genutzte Nietzsche allerdings „abstoßend“. Wichtig für ihn war zuerst Jean-Paul Sartre, und dessen Hauptwerk Das Sein und das Nichts führte ihn zu Heideggers Sein und Zeit, dem er seine Dissertation widmete. Danach wandte er sich der Thematik des Nihilismus zu. Dieses Grundthema durchzieht von da an seine Auseinandersetzung mit so unterschiedlichen Denkern wie Weischedel, Heidegger, Albert Camus und Sartre, Johann Gottlieb Fichte und Friedrich Heinrich Jacobi, Fjodor M. Dostoewskij und Friedrich Nietzsche. Zu den systematisch orientierten Arbeiten zählt insbesondere seine kritische Auseinandersetzung mit Weischedels Aufsatz Philosophische Theologie im Schatten des Nihilismus (1962). Im Sommersemester 1963 beginnt Müller-Lauter seine Untersuchungen zur Frühgeschichte des Nihilismusbegriffs, insbesondere zu Jacobi und Fichte. Schon der Titel seiner Auseinandersetzung mit Weischedel, „Zarathustras Schatten hat lange Beine…“ (1962), weist auf Nietzsche hin. Das Interesse für Nietzsche entsteht also im thematischen Kontext des Nihilismus, wie auch der Titel der im Wintersemester 1962/1963 angekündigten Vorlesung zeigt: „Nietzsche und die Folgen. Zur Problematik des Nihilismus“. 1971 erscheint Müller-Lauters bekanntestes Buch, Nietzsche. Seine Philosophie der Gegensätze und die Gegensätze seiner Philosophie. Beachtet wurde hier vor allem die Heidegger-Kritik. Heidegger sieht in Nietzsche den Vollender der Metaphysik; dessen Versuch, sie zu überwinden, müsse zuletzt scheitern. Bei Müller-Lauter gelangt Nietzsche dagegen weiter, letzten Endes auch über Heidegger hinaus. Noch Heideggers Nietzsche-Lektüre ist – so Müller-Lauter – bestimmt von der Deutung des Willens zur Macht als ursprünglicher Einfachheit und metaphysischer Einheit. Aber der Singular Wille zur Macht täuscht: Müller-Lauter arbeitet gerade „die Vielheit von Willen zur Macht als das nach Nietzsche ‚Letztgegebene“ heraus, eine Vielheit von ‚Quanten‘, „die nicht auf das Eine eines metaphysisch Gründenden zurückgeführt werden dürfen“. Sie sind auch keine Atome oder Monaden, sondern Prozesse, plurale Prozesse. Die ‚Lehre’ vom Willen zur Macht ist also nicht Nietzsches Metaphysik; die ‚Lehre‘ selbst, der zufolge die Willen zur Macht interpretieren, hat perspektivischen, interpretatorischen Charakter. Zusammen mit Mazzino Montinari und mit Heinz Wenzel gründete Müller-Lauter 1972 die Zeitschrift "Nietzsche-Studien. Internationales Jahrbuch für die Nietzsche-Forschung" und die Reihe Monographien und Texte zur Nietzsche-Forschung (beide beim Verlag Walter de Gruyter) und war bis 1996 deren Mitherausgeber. Nach Mazzino Montinaris Tod im Herbst 1986 übernahm er die Mitherausgeberschaft der Kritischen Gesamtausgabe der Werke Friedrich Nietzsches (KGW). Seit 1990 gab er zusammen mit Karl Pestalozzi auch die Supplementa Nietzscheana heraus (ebenfalls beim Verlag Walter de Gruyter).
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