Titre

Der Kynismus des Diogenes und der Begriff des Zynismus.

Auteur
ISBN

9783770516698

Éditeur

Wilhelm Fink Verlag, München, 1979. 320p. Hardbound. Cover a bit grimy. Some smoker's smell. Series: Humanistische Bibliothek, Reihe I: Abhandlungen, Band 40.

Prix

30,00

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‘Die (unterscheidende) Rede von ‘Kynismus’ und ‘Zynismus’ hat seit kurzem unter gebildeten Zeitdiagnostikern Konjunktur. Eine unprätentiös gelehrte und materialreiche Studie zu diesem Thema bietet die Dissertation von Niehues

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Pröbsting. (…) Die Untersuchung wird geleitet von der Vermutung, daß der Rückgang auf die Diogenes-Gestalt und den antiken Zynismus Wesentliches zum Verständnis der neuzeitlichen Auffassung von Zynismus beitragen kann. (S.8). Der Autor wil den Prozeß deutlich machen, in dem der moderne Begriff aus dem antiken hervorgegangen ist. Dabei geht es ihm nicht nur um einen Beitrag zur Philosophiegeschichte im Sinne einer doxographischen Darstellung der Entwicklung vom philosophischen Begriffen und Lehren (…) sondern um eine rehabilitierende Interpretation von literarischen Formen (speziell der Anekdote), in denen philosophische Einsichten einst ausgedrückt und tradiert wurden. (…) Aus der (…) historisch plausiblen und interpretatorisch fruchtbaren These, der Zynismus sei ursprünglich eine bestimmte Literaturgattung, gewinnt der Verf. (…) seinen Leitfaden der Diogenes-Interpretation: die Gestalt des Protokynikers nämlich als literarische Parallel- und Gegenfiktion zum platonischen Sokrates, und zwar als respektlose Randglosse zum idealistischen Bild, das Platon von seinem Lehrer zeichnet. Dem erhabenen platonische Dialog entspricht die witzig pointierte Anekdote als Gegenform. Wichtigste Quellen der meisten überlieferten Diogenes-Anekdoten und - Apophtegmen dürften neben den Grien des Metrokles und den Schwänken des Monimos die Satiren des Menippos gewesen sein (…). Die sorgfältigen Interpretationen der weitgehend bekannten Diogenes-Anekdoten gehören meines Erachtens zu den gelungensten Partien der vorliegenden Studie (Kap. II, S.43-183). Zynismus ist also desillusionierende und demaskierende, aufklärische Satirik. Zweifellos ist sie auf eine überfeinerte, geschwächte und zerfallende Poliskultur bezogen. Diesen Bezug teilt sie mit allen literarischen und philosophischen Strömungen der klassischen und hellenistischen Zeit. (…) Der alte Zynismus geht (…) keineswegs in souverän-asketisch gelebter philosophischer Weisheit und Moralität auf, er ist am Kern naturalistisch (…). Diese systematische Grundthese des Buches erscheint auf den ersten Blick nicht umplausibel. Was zunächst zu mißverständnissen Anlaß geben könnte, ist, daß der Autor gleichwohl noch von einem kynischen ‘Tugendideal’ spricht, wenn anders der Ausdruck ‘Tugend’ moralische Bedeutungselemente enthalten sollte. (…) Was bei (…) die Beschreibung des Zynismus allerdings auf der Strecke bleibt ist dies: daß der Kyniker 1. den bescheidenen Genuß des selbstbehaupteten Lebens mit der (…) Lust boshaft demaskierender Kritik am Verhalten der Umgebung würzt und 2. in diesem Tun sich selbstironisch auch noch über die eigenen Schulter blickt. In diesen (…) Merkmalen sieht Niehues-Pröbsting die Verbindungsstücke zum modernen Zynismus, der für Ihn ‘vornehmlich eine Form der intellektuellen Selbstbehauptung darstellt.’ Den entscheidenen spätantiken Anknüpfungspunkt hierfür bietet nicht der philosophische (stoïsche) Zynismus Epiktets, (…) sondern der literarische Zynismus Lukians. (…) Hier begegnen wir dem, was dann im 19. Jahrhundert in Deutschland in Abgrenzung zu einem vermeintlich edleren Zynismus Zynismus genannt wird: mit der Aura der Erhabenheit auftretende moralische, politisch-rechtliche, religiöse und ästhetische Präventionen und Ansprüche werden mit spöttisch-skeptischer Rationalität und derbem Witz ‘entlarvt’, d.h. auf banale Motive und Einstellungen zurückgeführt. (…) Trotz dieses, wie mir scheint, nicht recht geglückten Erklärungsversuch der Phänomene Zynismus und Zynismus stellt die Untersuchung einen bedeutenden Beitrag zu diesem Thema dar.’ (MAXIMILIAN FORSCHNER in Philosophische Rundschau, 1985, pp.245-250).
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